Caritas-Positionspapier kritisiert massive Ungleichheit beim Zugang zu Weiterbildung

Erwachsenen mit geringen Einkommen bleibt die Chance auf eine Weiterbildung vielfach verwehrt. Das ist für Caritas Schweiz eine stossende Ungleichheit, denn Bildung spielt eine zentrale Rolle im Kampf gegen Armut. In einem neuen Positionspapier fordert das Hilfswerk nun Massnahmen, welche die Bildungschancen von Menschen mit knappen finanziellen Mitteln gezielt fördern.

«Bildung darf kein Privileg sein – es braucht faire Chancen für Menschen in Armut», sagt Peter Lack, Direktor von Caritas Schweiz. Nötig seien zum Beispiel existenzsichernde Stipendien für Menschen mit knappem Budget. Damit könnten nicht nur die eigentlichen Kurskosten gedeckt werden, sondern auch der Erwerbsausfall. Für Eltern brauche es Beiträge für die Kinderbetreuung.

Auch die Arbeitgeber fordert Peter Lack zum Handeln auf, damit sich die soziale Kluft in unserer Gesellschaft nicht weiter vergrössert: «Unternehmen tragen eine zentrale soziale Verantwortung, die berufsbezogene Aus- und Weiterbildung zu fördern – und zwar für alle Mitarbeitenden.»